Auf Entdeckungsreise durch Südengland
Motivation für den Unterricht / Die Klasse 9a der Hauptschule Bünde unterwegs im Südosten Englands


Besuch in England: Die Klasse 9a der Hauptschule konnte bei der Reise ihre Sprachkenntnisse testen und erweitern.

Bünde. Nach einer langen Pause besuchte eine Hauptschulklasse das Mutterland der wichtigen Fremdsprache Englisch, die ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Kommunikation ist und bedingt durch die Globalisierung eine immer wichtigere Bedeutung erlangen wird. „Ein Aufenthalt in England sollte unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihre bisherigen Sprachkenntnisse in realistischen Kommunikationssituationen anwenden und vertiefen zu können“, erklärten Elke Schoenfelder (Klassenlehrerin) und Burkhard Stark (Englischlehrer).
Auf ihrer sechstägigen Reise durch den Südosten Englands waren geschichtsträchtige Orte wie Hastings, Rye und Brighton ideal um Land und Leute näher kennen zu lernen. Beeindruckend empfanden viele Jugendliche die Landschaft mit ihren steilen Klippen, die englischen Häuser mit ihren blumengeschmückten kleinen Gärten und den Linksverkehr mit seinen Konsequenzen für den deutschen Fußgänger.
In Hastings besichtigten die Jugendlichen die berühmten „St. Clement Caves Smugglers Adventure“, die sich in der Nähe der Hastings Castle befinden, der Burg, die auf Initiative des Normannenherzogs Wilhelm des Eroberers erbaut wurde und der mit seiner Streitmacht hier 1066 landete. In einer weitläufigen Höhle zeigen mehr als 70 lebensgroße Figuren und zahlreiche Effekte das Leben der Schmuggler, Schwarzhändler und verfeindeten Gangs in früheren Zeiten.
Die Besichtigung des „Royal Pavilion“, ein extravagantes Lustschloss, das König Georg IV.

aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
1815 bis 1822 im Seebad Brighton erbauen ließ, versetzte alle Teilnehmer ins Staunen. Dieser Palast gehört zu den exotischsten Palästen Europas, weil er ein Gebäude im indischen Stil mit einer beeindruckenden chinesischen Innenausstattung verbindet, in dem alles originalgetreu erhalten ist.
Das absolute Highlight der Klassenreise war ein Tagesausflug in die englische Metropole London. Eine Fahrt im „London Eye“, dem höchsten Riesenrad der Welt, bot den Neuntklässlern wunderbare Blicke auf die Stadt mit ihren historischen und modernen Sehenswürdigkeiten. Anschließend starteten die Jugendlichen zu einer Schifffahrt auf der Themse mit englischsprachiger Führung, was höchste Konzentration abverlangte. Ab der Tower Bridge folgte nun ein langer Fußmarsch durch die quirlige Hauptstadt, vorbei am Banken- und Justizviertel, an der berühmten St. Paul`s Cathedral, entlang der Oxford Street – der bekannten Shoppingmeile mit großen Kaufhäusern - bis zum berühmten Wachsfigurenkabinett „Madame Tussaud`s“. Besonders begeistert waren die meisten Schülerinnen und Schüler neben den populären Wachsfiguren aus Geschichte, Politik, Sport und Showbusiness vom Finale der Schau „Spirit of London“ mit Stationen der Stadthistorie im Zeitraffer, durch die man zu zweit in kleinen Schienenwägelchen fährt.
Dass die beiden Lehrer mit ihrem Programm und der Unterkunft in einem Jugendhotel in Hastings – direkt am Strand gelegen – schülerorientiert gearbeitet haben, bestätigen alle Teilnehmer in einer abschließenden Feedbackrunde.
aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
Die schriftlich formulierten Erwartungen vor der Klassenreise wurden zum Teil übertroffen: immer tolles Wetter, Baden im Meer, echte Stars wie die „Jedward“ im Garten des Tower of London vor laufenden Filmkameras umarmt, mit Engländern ins Gespräch gekommen, viele Jugendliche kennen gelernt und neue Kontakte geknüpft. Beispielhaft für die gesamte Klasse formulierte Eric Gollmann seine Eindrücke: „ Die Erfahrungen, die ich auf Grund dieser Klassenreise machen konnte, sind einmalig. Ich habe auch festgestellt, dass es nicht so leicht ist sich mit Engländern zu unterhalten. Ich habe jedoch nicht aufgegeben, habe nachgefragt und bin schließlich erfolgreich ans Ziel gelangt. Besonders schön fand ich das Baden im Meer, wobei ich Krabben, Einsiedlerkrebse und Seeigel in natürlicher Umgebung beobachten und berühren konnte. Ebenso konnte ich die englische sieben Millionen Stadt London in echt sehen, was um einiges spannender ist als sie in Büchern oder im Fernsehen zu erleben“. „Ich freue mich, dass meine englischen Sprachkenntnisse so gut sind, dass ich englischsprachigen Führungen folgen konnte“, betonte Fabian Hegener. „Die Klassenfahrt war sehr schön, wir haben viel gesehen, Spaß gehabt, uns alle gut verstanden und sind mit unseren Sprachkenntnissen im Alltag zurechtgekommen. Ich werde dies alles sehr vermissen und in guter Erinnerung behalten“, ergänzte Schülerin Larissa Pütz.

Pressebericht und Fotos: Elke Schoenfelder
8. Oktober 2011


Im Park des „Royal Pavilion“, dem exotischsten Palast Europas

Fotoalbum von der Klassenfahrt
(Fotos Schoenfelder)