Seminar 2011/2012
Bünde (BZ). Themen eines dreitägigen Schülersprecher-Seminars der Haupt- und Förderschulen des Kreises sowie der Gesamtschule Hüllhorst waren in der Stätte der Begegnung in Vlotho der Umgang mit gesetzlichen Grundlagen, die Zusammenarbeit innerhalb der Kreis-Schülerselbsverwaltung und das »Handwerkszeug« für das Amt. In einer ersten Phase lernten sich die gewählten Schülervertreter mit Hilfe von Kooperationsübungen und Planspielen kennen, stellten ihre SV-Aktivitäten vor und benannten »Baustellen« für die weitere Arbeit. Die rot-grüne Landesregierung hat zum Schuljahr 2011/12 das Schulgesetz geändert, in dem sie die Drittelparität in der Schule wieder einführte. Hierin bekommen die gewählten Schüler- und Elternvertreter ein stärkeres Gewicht. Die Seminarleitung unter Johannes Schröder (Stätte der Begegnung e.V.) und Elke Schoenfelder und Eckhard Schröter (Hauptschule Bünde) ließ die Schüle und Lehrer in einem Rollenspiel diese Veränderung darstellen. »Uns wurde durch das Rollenspiel deutlich, welchen Stellenwert Schüler und Eltern mit dem neuen Schulgesetz erhalten und dass in Zukunft unsere Wünsche besser umgesetzt werden können«, stellten die Schülersprecher der Hauptschule Bünde überrascht fest. | In einer zweiten Phase setzten sich alle mit dem Bereich »Engagement und Mitarbeit in unserer Gesellschaft« am konkreten Thema »Deutschland. Mein Land?« auseinander. Die heutige Zusammensetzung der Schullandschaft wird zunehmend geprägt durch eine Vielfalt verschiedener Nationalitäten. Dies erfordert von den Schülern und Lehrern ein hohes Maß an Toleranz und Verständnis. Am Beispiel einer jungen Ausländerin, die in Deutschland aufgewachsen ist und eine Ausbildung absolviert, wurde das Pro und Kontra der deutschen Staatsbürgerschaft diskutiert. Am Ende stellte sich heraus, dass es für den weiteren Lebensweg in Deutschland notwendig ist, die deutsche Staatsbürgerschaft zu besitzen. Zukunftschancen in unserem Land besitzt derjenige, welcher sich erfolgreich integriert und politisch handelt. Dies kann im Schullalltag über die Mitarbeit in der SV eingeübt werden. Im Anschluss daran erarbeiteten die Schüler gemeinsam mit ihren Lehren Fahrpläne für anstehende SV-Aktivitäten. Besonders rege Diskussion entwickelte sich bei dem Vorschlag eines Schüler-Lehrer-Feedback-Projektes, das mittlerweile schon an einigen Schulen in NRW erfolgreich gestartet ist. Ein solcher Feedback-Prozess kann bestehende unterrichtliche Praxis verbessern und zu einer Veränderung des Rollenverständnisses von Lehrkräften beitragen. | Die Schülersprecher sahen nur Vorteile in der Feedback-Kultur. »Wir merken auf diese Art und Weise, dass es um uns geht, wir fühlen uns ernst genommen und empfinden es als positiv, wenn sich Lehrer öffnen und eventuelle Schwachstellen zugeben«, war die einhellige Meinung auf Schülerseite. Ernsthaft diskutiert wurden folgende Fragen: Wie kann Feedback gelingen? Wie überwindet man den Widerstand im Lehrerkollegium? Wer bekommt die Ergebnisse der Fragebögen? Kann man Schülern wirklich zutrauen, eine Bewertung zum Unterricht abzugeben und steht der Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis? Am Ende der Arbeitstagung waren sich alle Schülersprecher, SV-Lehrer sowie die Seminarleitung einig, dass dies eine gelungene Veranstaltung war, die durch lebendige Diskussionen zu guten Ergebnissen geführt hat, in dem man sich - trotz unterschiedlicher Schulformen - wertgeschätzt hat. »Das allgemeine öffentliche Klischee über das Niveau der Haupt- und Förderschulen ist in diesem Seminar widerlegt worden. Alle beteiligten Schüler haben eine positive Visitenkarte abgegeben«, betonten die SV-Lehrer. ssssssssssssssssssssss Bünder Zeitung vom 19.10.2011 |
Programm des Schülersprecherseminars: • „Mit Engagement erreicht man mehr!“ • Erfahrungsaustausch: Was läuft in Sachen SV an den verschiedenen Schulen? • Aktuelles und Grundsätzliches in und aus der Schulpolitik: Drittelparität wieder eingeführt! Was heißt das? • Begegnen und bewegen • Engagement und Mitarbeit in unserer Gesellschaft: „Deutschland. Mein Land?" • Workshop: Herausfinden, was Jugendliche bewegt • Wie können wir das Engagement in unsere Schulen bringen? • Mit-Mach-Show: Jede/r kann doch irgendetwas! • Was nehmen wir mit in unsere Schulen? Wie gestalten wir die Umsetzung im Alltag • Kooperationen zwischen Schulen – Planungen auf Kreis-Ebene 2011/12 |
| Kreis – SV Termine im Schuljahr 2011/ 2012 • Kreis-SV Herford fährt vom 15. – 17. Februar 2012 nach Berlin. (Highlight des Schuljahres!!!) |
Fotoalbum vom Seminar 2011/2012
(Fotos Schoenfelder)
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Seminar 2010/2011

23 Schüler aus acht Schulen trafen sich in Vlotho, um aktive SV-Arbeit zu trainieren. VA-Foto: Sophie Mono
Teamarbeit und selbstständiges Denken
SV-Seminar für Schülersprecher von Haupt-, Förder- und Gesamtschulen / Jugendliche für politische Themen sensibilisiert
VON SOPHIE MONO
Vlotho
(va). Wie organisiert man ein Schulfest? Und wie leitet man eine
Schülerratssitzung? "Handeln statt zuschauen" - das war das Motto des
diesjährigen SV-Seminars der Stätte der Begegnung. 23 Schülervertreter
von acht Schulen aus dem gesamten Kreis Herford trainierten hier
Teamarbeit und diskutierten über aktuelle politische Themen. "Super, super, super", war alles, was Johannes Schröder von der Stätte der Begegnung am Ende der ausführlichen Feedbackrunde hinzufügen konnte. Drei Tage lang hatten sich Schulsprecher, Vertrauenslehrer und SV-Mitglieder von acht Haupt-, Gesamt-, und Förderschulen aus dem Kreis in den Räumen des Gesamt-europäischen Studien- werks in Vlotho zusammengesetzt, um das effektive Arbeiten in der Schülervertretung weiter auszu-bauen. "Ihr habt gezeigt, dass ihr wirklich etwas könnt!" sssssssssssssssssssssssssssss | "Eine
so tolle Truppe wie euch habe ich in den vergangenen 20 Jahren kaum
erlebt. Ihr wart motiviert, ergebnisorientiert und selbstständig, echt
toll", lobte auch Mitveranstalterin Elke Schoenfelder. "Und ihr habt
gezeigt, dass ihr wirklich etwas könnt." Verschiedenste Themen wurden während der Schulung angesprochen und mit spielerischen Übungen vertieft. "Uns war es wichtig, dass die Schüler voneinander lernen", betont Schoenfelder. Deshalb tauschten die Schüler ihre bisherigen Erfahrungen aus. Ob die Betreibung eines Schulkiosks oder Freizeitveranstaltungen für die ganze Schule -- jede Gruppe hatte so einiges zu erzählen. Doch nicht nur auf die bereits gestarteten Aktivitäten wurde geguckt. "Wir haben auch diskutiert, was noch fehlt. Und natürlich, wie man es durchführen kann", so Schoenfelder. Die größte Herausforderung war - wie so oft in der Schülervertretungsarbeit - nur in Teamarbeit zu lösen: ssssssssssssssssssssssssssss | Jede Gruppe musste ein Konzept für ein Fest an
der eigenen Schule entwickeln -- schließlich muss alles gut durchdacht
und organisiert sein, um die Lehrerkonferenz von solchen Ideen zu
überzeugen.Diskutieren konnten die Schüler, als
es um aktuelle politische Themen ging. "Kopfnoten ja oder nein", fragten
die Seminarleiter und stellten überrascht fest, dass viele der Schüler
die umstrittenen Bewertungen des Sozialverhaltens und der
Leistungsbereitschaft befürworten. Auch die Integrationsdebatte ging an den Schülersprechern im Kreis Herford nicht vorbei. Mehrere Stunden lang überlegten sie in Vlotho, was gegen Ausgrenzung aufgrund von Religion oder Herkunft an den Schulen getan werden könne. Seminare extra für Haupt-, Förder- und Gesamtschüler ssssssssssssssssssssssssssss | Die ganz Veranstaltung war toll",
bewertet Alisa Müller die vergangenen Tage. Die 17-jährige
Schülersprecherin der Hauptschule Bünde ist froh, dabei gewesen zu sein. "Es war wichtig für mich, zu lernen, wie man eine Schülerratssitzung leitet. Und Spaß hat es auch noch gemacht." Der 13-jährige Benjamin Öztas aus der Städtischen Hauptschule Meierfeld Herford stimmt Alisa zu. "Es gab genügend Freizeit und gleichzeitig haben wir gelernt, als Team zu arbeiten und selbstständig zu denken. Echt cool!" Die Veranstalter Johannes Schröder, Elke Schoenfelder und Anja Strunk nehmen das Feedback ernst. "Es gibt andere SV-Seminare, auf denen auch Gymnasiasten und Realschüler sind. Da gehen unsere Schüler oft unter. Bei diesem Seminar traut sich jeder, zu Wort zu kommen und merkt, dass er in der Lage ist, viel zu bewegen", sagt Schoenfelder erfreut. ssssssssssssssssssssssssssssss |
| Programm des Schülersprecherseminars: „Handeln statt zuschauen“ • Erfahrungsaustausch: Was läuft in Sachen SV an den verschiedenen Schulen? • Welche Ziele haben die einzelnen SVen? • Geochaching – eine elektronische Schnitzeljagd • Wenn wir etwas bewegen wollen: Übungen, die Initiative, Kooperation und Verantwortung erfahrbar machen • Karaoke zum Mitmachen • „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“: Internetrecherche, Entscheidungsfindung und Projektplanung • „Mit oder ohne Kopftuch?“ – Die Ausgrenzungsdebatte an unseren Schulen und was wir dazu tun können • Ein Schulfest für alle: Ideen-Werkstatt, Konzeptentwicklung und Umsetzungsstrategien, um ein Fest an der eigenen Schule zu verwirklichen • Talente-Show – meine unentdeckten Fähigkeiten • Wir simulieren eine SV-Sitzung: TOP`s , Neues aus der Schulpolitik • Kreis-SV-Aktionen 2009/10 |
Kreis – SV Termine im Schuljahr 2010/ 2011
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Fotoalbum vom Seminar 2010/2011
(Fotos Schoenfelder)
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Seminar 2009/2010
Vlothoer Anzeiger vom 29. 10. 2009
Programm des Schülersprecherseminars:
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Kreis – SV Termine im Schuljahr 2009/ 2010
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Fotoalbum vom Seminar 2009/2010
(Fotos Schoenfelder)
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Seminar 2008/2009
Schülersprecher sind fit für ihre neue Aufgaben
Stätte der Begegnung lädt zum Seminar nach Vlotho
Vlotho (bu). »Ein gutes Miteinander«, »tolle Teamarbeit«: Die Bilanz der Schüler- und Klassensprecher von zehn Haupt-, Förder- und Gesamtschulen des Kreises Herford war einhellig. Das Seminar, zu dem die Stätte der Begegnung aus Vlotho ins Gesamteuropäische Studienwerk eingeladen hatte, kam gut an.
| Insgesamt 40 Lehrer und Schüler, die in der Schülervertretungsarbeit engagiert sind, hatten dort drei Tage zum dem Thema »SV bewegt sich und andere« gearbeitet. Neben den Hauptschule Vlotho, hatten Schüler und Lehrer der Hauptschulen Bünde, Enger, Herford/Elverdissen und Löhne, der Förderschulen Werretal (Löhne), Pestalozzi-Schule (Bünde) und der Eickhof-Schule (Schweicheln) sowie der Gesamtschule Hüllhorst teilgenommen. Inhaltlich ging es in dem Seminar um einen Erfahrungsaustausch zwischen den Schulen. »Wir haben die neugewählten Schülersprecher auf ihre Aufgabe an den jeweiligen Schulformen vorbereitet«, erläuterten Johannes Schröder (Stätte der Begegnung) und die Kreis-SV-Lehrerin der Haupt- und Förderschulen, Elke Schoenfelder (Bünde), im Gespräch mit der VLOTHOER ZEITUNG. Am ersten Tag des Seminars standen Fragestellungen im Mittelpunkt wie »Was kann verändert werden?« und »Welche Freizeitmöglichkeiten sind an der Schule umsetzbar?« Dazu war beispielsweise ein HipHop-Tanzlehrer eingeladen worden, der Möglichkeiten zur Umsetzung von Bewegungsprojekten aufzeigte. | Am zweiten Tag bereiteten die Schüler in schulform-gemischten Gruppen Fahrpläne vor, wie bestimmte Projektideen in die Praxis umgesetzt werden können. Dabei wurden Konzepte unter dem Motto »Schüler helfen Schülern« zum Beispiel zur Hausaufgabenhilfe oder zur Verbesserung von Umgangssprache und Umgangsformen erarbeitet. Auch ein Modell für einen Aktionstag »Jeder Schritt hält Dich fit« wurde entwickelt. »Die harmonische Arbeit in den gemischten Gruppen war ein toller Beweis dafür, wie gut eine Gemeinschaftsschule funktionieren würde«, so Schröder. Am Abschlusstag stellten die Schülervertreter jeder Schule für sich zusammen, was in diesem Schuljahr an ihrer Schule konkret umgesetzt werden soll. Fest steht schon jetzt: Anfang Juni soll es ein Abschlussseminar mit allen Teilnehmern geben. »SV geht nicht unter« heißt dann das Motto einer gemeinsamen Floßfahrt auf der Else. Vlothoer Zeitung vom 22. 11. 2008 |
