1978/1979Angeregt durch den Erfolg der Aktion „Schönere Schule“ im Vorjahr bat die Bauleitung der Großbaustelle Kaufhaus Woolworth in der Innenstadt um die Durchführung einer ähnlichen Aktion an ihrem Bauzaun. Schülerinnen und Schüler der Wahlpflichtgruppen der Jahrgänge 9 und 10 übernahmen mit ihren Lehrkräften im Oktober 1978 diese reizvolle Aufgabe. Materialien wurden von der Baufirma gestellt und die Klassenkassen wurden als Dank auch finanziell bedacht. |
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Hauptschule Bünde-Mitte
Unzumutbare Raumsituation sollte schnell behoben werden
| sssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss Bünde. Auf Beschluss der Schulpflegschaft der Hauptschule Bünde-Mitte fand im Lehrerzimmer der Schule eine Zusammenkunft statt, zu der u. a. auch die Vertreter der Ratsfraktionen und der heimischen Presse geladen. waren. Zweck dieser Zusammenkunft war es, wie Schulpflegschaftsvorsitzender Klaus Metzler einleitend sagte, der breiten Öffentlichkeit die völlig unzureichende und zum Teil nicht zu verantwortende Raumsituation darzulegen. Metzler wies ausdrücklich darauf hin, dass die Unterbringung der Schüler zum Teil nicht einmal den gesetzlichen Bedingungen entspricht. . Die Notwendigkeit der Verbesserung der Raumsituation sei im Rat der Stadt durchaus anerkannt worden. Trotz aller bisherigen Bemühungen sei indessen nichts geschehen. Derartige Anerkennungen sehe man eigentlich nur als Vertröstung an. Es sei durchaus verständlich, meinte Metzler, wenn Prioritäten gesetzt würden, doch sollte man dabei auch nicht die Hauptschule Bünde-Mitte vergessen, der es an der rechten Lobby fehle. Während Ratsherr Dr. Schäfer die hier als mangelhaft angesprochene Lobby der Hauptschule Bünde-Mitte bestritt, war Ratsherr Biermann der Auffassung, dass die Schule doch gegenüber den Realschulen und Gymnasien stiefmütterlich behandelt werde. Von Rektor Horst Pieper durch die Räume geführt, konnten sich die Besucher davon | sssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss überzeugen, dass zum Beispiel der Kellerraum für den naturwissenschaftlichen Unterricht, noch, dazu. bei vergitterten Fenstern, eigentlich gar nicht für diesen Zweck benutzt werden dürfte. 38 „Kellerkinder" in einen solchen Raum einzupferchen und zu unterrichten, dürfte für alle Beteiligten keine reine Freude sein. Mit dem Raum für Kunsterziehung, ebenfalls im Keller, sieht es nicht anders aus. Wie Rektor Pieper sagte, hätte man vielleicht besser den Unterricht nicht erteilen sollen. Im Klassenraum für das 10. Schuljahr, der etwa 4 mal 6 Meter groß ist, schlecht ausgestattet und für etwa 10 bis 12 Schüler gedacht ist, werden 21 Kinder unterrichtet. Von einer Auslagerung habe man jedoch das kleinere Übel gewählt und sei in diesen kleinen Raum gezogen, sagte der Schulleiter, der u. a. auch auf die zweckentfremdete Aula hinwies, die zu einem Teil als Musikraum dient und zur anderen Hälfte für den Unterricht textiles Gestalten zweckentfremdet wurde. Es gäbe manches Beispiel unzureichender Raumsituation in der Hauptschule Bünde-Mitte anzuführen. Zurzeit fehlen mindestens zwei Klassen-, fünf Fach- und mehrere Nebenräume. Rektor Pieper nannte es bewundernswert, dass die Lehrer in solchen Unterrichtsräumen, in denen es auch noch an funktionsgerechtem Gestühl mangelt, nicht längst verzweifelt sind. | sssssssssssssssssssssssssssssssss In der Aussprache hatte Schulpflegschafts-vorsitzender Metzler noch darauf hingewiesen, dass Klassen mit besonderer Stärke - alleine drei Klassen haben je 38 Schüler - eigentlich geteilt werden müssten. Wie er sagte, beträgt die Schülerzahl je Klasse im Landesdurchschnitt 30, in der Hauptschule Bünde-Mitte jedoch 32. In ihren abschließenden Äußerungen brachten alle drei Ratsherren zum Ausdruck, dass sie sich mit aller Kraft für eine Verbesserung der Situation einsetzen werden. Natürlich könne man eine Änderung nicht von heute auf morgen erreichen, sagte Dr. Schäfer. Wenn kurzfristig etwas erreicht werden soll, sei nur an eine Auslagerung zu denken, meinte Ratsherr Nienaber. Die Stadt habe an verschiedenen Orten Schulraum, der nicht genutzt werde. Ratsherr Biermann schlug vor, mit der Aufstellung von Pavillons eine kurzfristige Lösung zu schaffen. Angesprochen wurde zum Schluss aber auch die Möglichkeit einer Aufstockung der vorhandenen Pavillons, eine Lösung, die als akzeptabel angesehen wurde. Es bleibt abzuwarten, was sich in nächster Zeit tut. Die Ratsherren sicherten zu, die Probleme in aller Deutlichkeit im Rat vorzutragen, um sobald wie möglich Verbesserungen zu erreichen, eine Versicherung, die Schulpflegschaftsvorsitzender Metzler mit hoffnungsvollen Worten zur Kenntnis nahm. NW vom 4. 11. 1978 |
Beim Rundgang erläuterte Rektor Horst Pieper, zweiter von links, die zum Teil unmögliche Raumsituation in der Hauptschule Bünde-Mitte an einigen besonders krassen Beispielen, wie in diesem Raum, der für etwa 10 bis 12 Schüler gedacht, aber von 21 benutzt wird. Ganz links im Bild der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Klaus Metzler.
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Sommerfest vom 28. Mai bis 2. Juni
Ausstellung zum Sommerfest
Unsere Aufnahmen zeigen Ausschnitte vom Schulfest der Hauptschule Bünde-Mitte, das am Freitag seinen Höhepunkt erreichte, Große Anziehungskraft übte die Modenschau aus. Nicht minder gefragt war das Spielkasino, und wer Mut hatte, konnte sich gegen Entrichtung eines kleinen Beitrages für einen guten Zweck einmal mit wassergefüllten Ballons bewerfen lassen.
NW vom 5. 6. 1979